Weichteilverletzung
Unter Weichteilverletzungen versteht man jede Art von Wunden mit oder ohne begleitende Knochenbrüche sowie Verletzungen im Körperinneren wie stumpfe Sehnen-(ab)risse oder Zerreißungen, häufig Achillessehne, Kniescheibensehne oder auch Bizepssehne in der Ellenbeuge.
Zur Vermeidung von Funktionseinschränkungen und Folgeschäden müssen diese Verletzungen operativ behandelt werden. Die operative Behandlung kann erfolgen durch direkte Naht, Refixierung an Knochen z B. durch so genannte Anker oder Bohrlöcher, indirekte Naht mit Minischnitten bei der Achillessehnenruptur. Oftmals ist eine Schienennachbehandlung oder Entlastung erforderlich da die Heilungszeit von Sehnen relativ lang sein kann und die Naht oder Refixierung nicht sofort belastbar ist.
Bandverletzung von Gelenke werden je nach Gegebenheit z.B. durch Naht, Anker (Skidaumen), Ersatzplastik durch körpereigenes Material (vorderes oder hinteres Kreuzband) oder auch konservativ behandelt beim sog. Außenbandriß am oberen Sprunggelenk z.B. in einer Knöchelschiene.
Hautverpflanzungen werden durchgeführt nach tiefen (3°-4°) Verbrennungs- und Verbrühungswunden sowie bei Defektwunden, die evtl. durch eine Vakkumtherapie vorbehandelt wurden.




